HOSPIZ-INITIATIVE SALZGITTER E.V.

Kinder- und Jugendtrauerarbeit Salzgitter                                                                                               LOGO HIS                                                                                                  
Ein Projekt der Hospiz-Initiative Salzgitter e.V. 

Plötzlich ist alles anders, nichts ist mehr so, wie es früher war.                                                                

Ein geliebter Mensch ist gestorben.

Hilflos stehen Kinder und Jugendliche dem Verlust gegenüber. Sie trauern genau wie Erwachsene auch, aber die Art ihrer Trauer unterscheidet sich von der Trauer der Erwachsenen. Häufig sind die Gefühle der Kinder so wechselhaft, dass sie nach außen hin schwer nachvollziehbar sind. So kann ein trauerndes Kind gerade noch weinend in der Sofaecke sitzen und im nächsten Augenblick ausgelassen mit den anderen Kindern spielen.
Gerade dieses wechselhafte und zeitweise fröhliche Verhalten führt schnell zu der Annahme, dass das Kind/ der Jugendliche die Trauer überwunden hat und gut mit seiner Situation klar kommt.

Thomas (Name geändert) hat den Tod des Vaters gut verarbeitet – so scheint es jedenfalls nach außen. Er geht zur Schule, spielt wieder mit den anderen Kindern und ist auch sonst recht unauffällig. Immer häufiger bekommt er in letzter Zeit Kopfschmerzen und muss vorzeitig von der Schule abgeholt werden. Zu Hause geht es ihm sehr schnell wieder besser, so dass der Eindruck entsteht, die Kopfschmerzen seien nur gespielt. Auch die Untersuchung beim Kinderarzt zeigt keine erkennbare körperliche Ursache für die Schmerzen.

Körperliche Beschwerden, wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen, oder Verhaltensauffälligkeiten können Ausdruck von zurückgehaltener Trauer sein.

Kinder brauchen Unterstützung in ihrem Trauerprozess durch die Menschen, die ihnen nahe stehen, um ihren eigenen Weg fortsetzen zu können.
Bei dem Tod eines Bruders/ einer Schwester, oder dem Tod von Mutter oder Vater sind aber die nahe stehenden Familienangehörigen selbst so in ihrer eigenen Trauer, dass zusätzliche Hilfe von Außen sinnvoll sein kann.

Seit Oktober 2011 hat die Hospiz-Initiative Salzgitter hierfür das Projekt „Kinder- und Jugendtrauerarbeit Salzgitter" eingerichtet. Die hauptamtliche Sozialpädagogin und Trauerbegleiterin Frau Katrin Bona sowie weitere ehrenamtliche Trauerbegleiter/innen sind für Familien mit trauernden Kindern und Jugendlichen Ansprechpartner.
In Einzel- und Gruppenbegleitungen unterstützen sie die Kinder auf ihrem Trauerweg, indem sie miteinander reden, spielen, schweigen, basteln und vieles mehr. Man begibt sich gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach Erinnerungen - nach Gefühlen, um diese auszudrücken und ausleben und dadurch zu lernen, mit dieser schwierigen Situation zu leben.

Neben der direkten Arbeit mit Trauernden, werden Netzwerke in Salzgitter und Umgebung geschaffen und die Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Institutionen gefördert. So finden an Schulen und in Kindertagesstätten Projekte zum Thema Tod, Sterben und Trauer statt, um die Kinder auf diese Themen vorzubereiten.

Das bundesweite Projekt „Hospiz macht Schule" wurde im Februar 2014 zum ersten Mal an einer Grundschule in Salzgitter durchgeführt. Dieses Projekt wird in 3. - 4. Klassen durchgeführt. Interessierte Grundschulen können sich gern an Frau Katrin Bona von der Kinder- und Jugendtrauerarbeit wenden.

Trauerarbeit oder Trauerbegleitung sind wichtige Bestandteile der Hospizarbeit. Es gehört zu ihrem Selbstverständnis und ihrem elementaren Grundprinzip, Hinterbliebenen auch nach dem Tod eines Angehörigen oder einer nahe stehenden Person Unterstützung anzubieten.

Die Hospiz-Initiative Salzgitter e.V. und ihr Hospizhaus tun dies, indem sie insgesamt drei Trauercafés, Einzelgespräche, Trauergruppen und Trauerseminare anbieten. Dieses Angebot wird von einer steigenden Zahl Betroffener angenommen und zeigt, wie notwendig und sinnvoll diese Begleitungen sind.

Eigene Erfahrung, von in der Hospiz-Initiative und im Hospiz Tätigen, aber auch Anfragen von Mitarbeitern aus Einrichtungen, denen trauernde Kinder begegnen, haben die Verantwortlichen in dem Bemühen bestärkt, das Projekt für Kindertrauerarbeit zu beginnen. Der Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter, Frank Klingebiel, hat hierfür die Schirmherrschaft übernommen.

Der Verein „Wir helfen Kindern" hat uns in der Vergangenheit unterstützt und zugesagt, dies auch in Zukunft zu tun. Dafür danken wir und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Kinder- und Jugendtrauerarbeit in Salzgitter
ein Projekt der Hospiz-Initiative Salzgitter

http://www.hospiz-initiative-salzgitter.de/

Swindonstraße 111

38226 Salzgitter-Lebenstedt

Tel: 0 53 41 / 9026112
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